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Internetanbindung der Ruhr-Universität

Das Hochschulinterne Rechnernetz der Ruhr-Universität verfügt über einen zentralen Anschluss ans weltweite Internet, der vom Deutschen Forschungsnetz Verein (DFN-Verein) bereitgestellt wird. Der Anschluss verfügt über eine Bandbreite von 1 Gbps. Ein zweiter Intenetanschluss der Bandbreite 1 Gbps wird von der Firma TMR bereitgestellt. Das übertragene Datenvolumen auf diesem zweiten Anschluss ist monatlich mit 50 TB (50.000 GByte) gedeckelt. Beide Anschlüsse sind redundant konfiguriert, das heißt bei Ausfall einer Internetanbindung wird der eingehende wie der ausgehende Datenverkehr automatisch über den zweiten Anschluss gelenkt.
Trotz dieser leistungsfähigen Anbindung sind mehrfach täglich auftretende Behinderungen beim Arbeiten im Internet nicht zu übersehen. Solche Behinderungen äußern sich durch lange Antwortzeiten beim Surfen im Internet, Verbindungsabbrüchen beim Zugriff auf externe Server oder durch lange Übertragungszeiten beim Holen oder Versenden von Dateien.
Die folgenden Hinweise sind dazu geeignet, die Belastung des Internetzugangs zu verringern und so für bessere Arbeitsbedingungen an der gesamten Ruhr-Universität zu sorgen.

Nutzung des Web-Proxies

Haben Sie in Ihrem Browser die Nutzung des Proxy-Servers der Ruhr-Universität eingestellt? Bei Nutzung des Proxies werden die Internetanfragen über einen Proxy-Server geleitet, der die von außen empfangenen Daten puffert. Erfolgt anschließend eine erneute Anfrage von irgend einer Station in der Ruhr-Universität mit Proxy-Konfiguration auf die gleiche Webseite, so wird diese umgehend aus dem Puffer des Proxies ohne erneuten Internetzugriff bereitgestellt. Dies spart Zeit und Übertragungsvolumina.
Hinweise zu Konfiguration des zentralen Proxies finden Sie unter
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/mitteilungen/faqs/proxy.html
.

Downloads von Betriebssystemen und Updates

Frei verfügbare Software wird vielfach aus dem Internet heruntergeladen. Insbesondere die verschiedenen Varianten des Betriebssystems Linux werden von einer Vielzahl von Anwendern ins Intranet der Ruhr-Universität übertragen - leider immer wieder durch Zugriff auf Originalfundstellen zum Beispiel in den U.S.A. Dabei werden viele dieser Server, soweit es lizenzrechtlich zulässig ist, im Intranet der Ruhr-Universität oder in einer der Partneruniversitäten in der UAMR gespiegelt. Finden können Sie solche Ablageorte zum Beispiel durch Suche über die Webserver der Ruhr-Universität: http://www.ruhr-uni-bochum.de/DieWWWServer.html. Lohnend ist insbesondere der Zugriff auf

den zentralen Linux-Server der Ruhr-Universität: http://linux.rz.ruhr-uni-bochum.de/
Hier finden Sie Hinweise, wo im Intranet der Ruhr-Universität die aktuellen Linux-Distributionen von SUSE, Gentoo, Debian und RedHat gespiegelt sind. Diese sind so ohne Internet-Zugriff schnell verfügbar.
den zentralen FTP-Server der Ruhr-Universität: ftp://ftp.rz.ruhr-uni-bochum.de/local/
Servicepacks zu den Microsoft-Betriebssystemen sind unter den jeweiligen Betriebssystemen abgelegt. Im Unterverzeichnis web finden Sie Quellen und Updates zu den aktuellen Webbrowsern.


Microsoft Patch-Service

Speziell für Microsoft Betriebssysteme und eine Reihe von Microsoft-Anwendungen betreibt das Rechenzentrum einen Windows Software Update Server (WSUS). Die Produktupdates werden lokal auf dem Bochumer Server gespeichert und direkt von dort heruntergeladen. Weitere Infos: http://www.rz.rub.de/dienste/software/sus/.

Internet-Radio und Internet-TV

Internet-Radio (WebRadio) und Internet-TV (WebTV) erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welche Belastung für den Internet-Anschluss der Ruhr-Universität damit verbunden ist? Hier eine Beispielrechnung:

Internet-Radio und Internet-TV sind sogenannte Streaming-Medien, bei denen ein konstanter Datenfluss während der gesamten Nutzungszeit besteht. Internet-Radio verlangt permanent 64 Kbps, Internet-TV je nach Güte im Mittel 640 Kbps bei einem Bild von 640 x 480 Pixel Größe. Bei größeren Darstellungen steigt die erforderliche Datenrate schnell an, z.B. auf 1,84 Mbps bei 960 x 720 Pixeln für WebTV. Im Fall der kleineren Auflösung bedeutet dies, dass pro Sekunde und Teilnehmer 8K Byte (Radio) bzw. 80K Byte (TV) Daten übertragen werden.
Im Intranet der Ruhr-Universität sind tagsüber etwa 8.000 IP-Adressen gleichzeitig aktiv. Ordnen wir 75% davon Arbeitsstationen, das heißt PCs oder Workstations zu, so müssen wir von 6.000 aktiven Arbeitstationen täglich ausgehen. Gehen wir weiter davon aus, dass nur 10% davon gleichzeitig im Hintergrund eine WebTV-Übertragung laufen haben – in Zeiten einer Fußball-Weltmeisterschaft eine eher zu kleine Zahl. Auch bei Berücksichtigung von Datenkompressionen ist ein gleichzeitig übertragenes Datenvolumen von 400 Mbps damit durchaus realistisch.
Wie oben beschrieben, verfügt die Ruhr-Universität über zwei Internet-Anbindungen mit je 1 Gbps Übertragungsleistung. Im Tagesmittel beträgt die Übertragungsleistung auf jeder Leitung ziemlich konstant 300 Mbps, nur zwischen 2 und 8 Uhr ist eine Senke zu beobachten. Während der üblichen Dienstzeiten wird die volle Übertragungskapazität der Leitungen jedoch mehrfach erreicht. Zu diesen Spitzenzeiten verursachen Streaming-Applikationen, die nominell schon ein Drittel einer Leitung belegen, erhebliche Verzögerungen beim Internetzugang. Zudem gibt es auf einer der Internetleitungen eine Volumendeckelung. Ist diese erreicht, wird der weitere Datenverkehr separat in Rechnung gestellt.
Eigentlich muss sich damit niemand mehr wundern, warum man aus dem Intranet der Ruhr-Universität heraus zu manchen Zeiten nicht mehr sinnvoll im Internet arbeiten kann. Die Konsequenz kann eigentlich nur lauten: Internet-Radio und Internet-TV sind im Intranet der Ruhr-Universität tabu!
Um die Frage vorweg zu nehmen: Gilt das auch für Radio c.t.? Radio c.t. bietet seine Audio-Streams im Intranet der Ruhr-Universität an. Insoweit wird der Internet-Anschluss bei Abruf von Stationen innerhalb der Ruhr-Universität oder aus den Wohnheimen nicht belastet. Über Behinderungen des Datenverkehrs auf Grund der erhöhten Netzlast möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.
Übrigens: Die Bezeichnung „bps“, also bit pro Sekunde, charakterisiert die Datenübertragungsleistung. Konkret: 1 Kbps = 1.024 bps; 1 Mbps = 1.024 Kbps; 1 Gbps = 1.024 Mbps.