Das Content Management System Imperia
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Was ist ein Content Management System?

Ein Content Management System (CMS) ist ein Werkzeug, um Inhalte (engl. content) zu verwalten und diese auf einfache Art im WWW zur Verfügung zu stellen.

Einfachst ausgedrückt wäre ein CMS ein Web-Autorensystem, was jedoch nur ein Teil des wirklichen Leistungsumfangs ist. Neben der Möglichkeit, WWW-Seiten aus seinem Inhalt zu generieren, gehören Archivierung, Medienverwaltung und Benutzer- und Workflowmanagement zu den wichtigsten Punkten.

Der Inhalt der Webseiten wird streng vom späteren Layout getrennt gehalten und erst über Vorlagen (Templates) mit dem Webdesign verknüpft. Spätere Änderungen des Web-Layouts erfordern dann nur eine Modifikation der Templates und keine Neueingabe der Inhalte.

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Warum Imperia?

Im Laufe des Jahres 2001 hat die Uni Münster unter Federführung des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik etwa 50 zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt etablierte Firmen gebeten, ein Angebot für ein universitätsübliches Szenario der Webseitenerzeugung zu erstellen. Dabei sollten sich die Firmen auch über einen Campus- oder sogar Landesvertrag Gedanken machen. Von den ca. 25 Rückantworten wurden die vier Firmen zu einer Präsentation geladen, die sich im Preis-Leistungsverhältnis am ehesten an den Vorgaben orientierten.

Von den vier Präsentationen, die vor Vertretern aller NRW-Hochschulen stattfanden, wurde das System Imperia am besten bewertet. Im Dezember 2001 wurde mit der Uni Münster ein Campusvertrag abgeschlossen, der auf mehrere NRW-Hochschulen übertragen wurde.

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Welche Hauptmerkmale bietet der Vertrag mit Imperia?

Imperia erlaubt eine Verwendung des CMS für die gesamte Universität. Jeder Fachbereich kann die Software eigenverantwortlich und uneingeschränkt nutzen, entweder auf einem eigenen Unix-Server (bevorzugt Linux) oder als Instanz auf dem zentralen Webserver der RUB. Die wesentliche Einschränkung liegt darin, dass die Webpräsenz unter dem Domainnamen der jeweiligen Universität erreichbar sein muss, in unserem Fall also unter ".ruhr-uni-bochum.de".

Der Vertrag beinhaltet das Recht des Updates für zwei Jahre. Momentan aktuell ist die Version 8.6.0 der Software, die rein dateiorientiert oder mit darunter liegender Datenbank funktioniert.
Altere Instanzen sind noch in der Version 7.5.1 oder 8.0.9.

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Wie benutzt man Imperia an der RUB?

Es gibt zwei sehr unterschiedliche Methoden, diese Software für eigene Zwecke einzusetzen.

Als Instanz auf dem Webserver im RZ
Das Rechenzentrum installiert unter einer freien Portnummer auf dem zentralen WWW-Server ein Entwicklungssystem, welches von der Institution alleine verwaltet, gepflegt und befüllt wird. Zusätzlich zum Entwicklungssystem kann ein Livesystem als VirtualHost eingerichtet werden, auf das publizierte und freigeschaltete Webseiten hochgeladen werden können. Dieses Livesystem ermöglicht die Nutzung sogenannter halbdynamischer Seiten in Imperia
Installation auf einem eigenen UNIX-Server
Im Servicecenter des RZ kann die CD mit der aktuellen Software zur Eigeninstallation auf einem UNIX-Server abgeholt werden. Dies erfordert aber neben dem Imperia auch, dass der Server über Zusatzsoftware wie Perl, ImageMagick und ähnliches verfügt. Aus diesem Grunde empfehlen wir für die Eigeninstallation das Betriebssystem Linux, da alle notwedige Sekundärsoftware dort im Standardumfang enthalten ist.
In beiden Fällen obliegt dem Benutzer die gesamte Administration. Darunter fallen Benutzer- und Rollenberechtigungen, Workflowdefinitionen, Rubrikenverwaltung und Bereitstellung von Templates und Modulen. Auch gehört eine eigene Mediendatenbank dazu, in der die Institution eigene Bilder, Ton- oder Videodokumente und Contentdateien wie MS-Word-, Powerpoint- und Excel-, PDF- oder ZIP-Dateien verwalten und in Webseiten einbinden kann.
Reine redaktionelle Nutzung ohne eigene Maintenance
Alternativ können die administrativen Dinge beim RZ verbleiben und man erhält lediglich Redakteursrechte, um einfach Seiten im Corporate Design der RUB erstellen, ändern oder löschen zu können. Die Workflowverwaltung und Rechtevergabe sowie Flexmodul- und Templatebereitstellung übernimmt das RZ zentral.

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Wie werden in Imperia auf einfache Art Webseiten gemacht?

Standardmäßig erzeugt man neue Dokumente, in dem man sich zunächst als Benutzer des Systems mit einer Benutzerkennung und einem Passwort anmeldet. Wählt der Benutzer den Menüpunkt "Neues Dokument erstellen", so landet er im sog. Rubrikenbaum. Hierbei handelt es sich um eine baumartig organisierte Verzeichnisstruktur der Webpräsentation. Nur die Verzeichnisse, in denen dem Nutzer erlaubt ist, neue Dateien anzulegen, sind im Rubrikenbaum anklickbar.

Als nächstes landet der Benutzer im Metaedit, einem Webformular, das Metainformation zur Datei erfragt. Zu den gängigen Feldern, die dort auszufüllen sind, gehören der Dateiname, Schlüsselworter für Suchmaschinen und die Auswahl der erlaubten Vorlagen. Versteckt vom Administrator sind in der Metainformation die Farbwahlen für das Corporate Webdesign der RUB, Institutions- und Verzeichnisangaben verborgen. Informationen zum Autor und zum aktuellen Datum kennt Imperia selbst.

Das letzte Feld in der Metainformation ist die Auswahl des gewünschten Templates. Je nach gewünschter Größe des Contentbereichs können mehr oder weniger Elemente des Corporate Webdesigns verwendet werden. Vom RZ bereitgestellt werden die Templates

  • "komplett" mit allen CD Features inkl. Marginalspalte
  • "schmal" ohne Marginalspalte für mehr Platz für Inhalt
  • "minimal" ohne Menü und Marginalspalte

Nach der Eingabe der Metainformation und Auswahl des Templates gelangt man in den eigentlichen Editmodus. Dort werden nur noch die gewünschten Menüpunkte eingegeben und aus einer Art Baukasten "flexible Module" zusammengestellt, in die Inhalte eingegeben werden.

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Wie passt das CMS mit dem Corporate Design der RUB zusammen?

Für die Erzeugung von Webseiten im Corporate Design stellt das Rechenzentrum fertige Grunddateien zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Satz ständig erweiterter Flexmodule zur Contenteingabe, den verschiedenen Templates im Corporate Design sowie Metadateien, in denen neben Institutsname noch eine Standardmailadresse einzugeben ist.

Die Flexmodule sind recht allgemein gehalten und liegen im Quelltext vor. Jeder Nutzer einer Instanz der Software kann diese Module verwenden und erweitern.
Die Templates beinhalten das Hauptmenü, welches neben anderen institutsspezifischen Einstellungen in Codeinclude-Dateien ausgelagert ist. Diese Codeincludes sollten vom Superuser der eigenen Instanz entsprechend abgeändert werden.

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Welche vordefinierten Flexmodule stellt das RZ zur Verfügung?

Eine Liste von Flexmodulen ist nebst Erklärung der Verwendung, Beispielen und dem erforderlichen Quelltext bereitgestellt. Werden von Benutzerseite aus eigene Flexmodule entwickelt, ist das Rechenzentrum gerne bereit, als Multiplikator dienend diese Module für die Allgemeinheit anzubieten, sofern eine Beschreibung mitgeliefert wird.

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Welche vordefinierten Templates stellt das RZ zur Verfügung?

Zu den im Corporate Design geschaffenen Vorlagen gehören Templates mit den aktuellen CD-Features. Dazu gehören neben der Menügestaltung vor allem die Nutzung oder Nichtnutzung der Marginalspalte.
Für die vom RZ für seine Inhalte bevorzugte Frage- und Antwortmimik existiert ein eigenes Templates. Vorlagendateien für eine Fakultätshomepage mit riesigen Startbild oder ein Mitarbeitertemplate folgen in Kürze.

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Welche vordefinierten Metadateien stellt das RZ zur Verfügung?

Eine Liste von Metadateien ist nebst Erklärung der Verwendung, Beispielen und dem erforderlichen Quelltext bereitgestellt.

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Was ist neben Flexmodulen, Templates und Metadateien selbst zu machen?

Die Hauptaufgabe derer, die im Corporate Design eine eigene Webpräsenz erzeugen möchten, liegt in der Erzeugung des erforderlichen Rubrikenbaums, also der für die Webpräsenz gewünschten Verzeichnishirarchie.
Außerdem muss eine eigene Benutzer- und Rollenverwaltung gepflegt werden, um verschiedenen Redakteuren Zugriff auf unterschiedliche Rubriken zu gewähren.
Wahlweise kann auch Einfluß auf den Workflow, quasi die Entstehungsgeschichte einer Webseite, genommen werden, die Mediendatenbank verwaltet werden oder für jeglichen anderen gewünschten Output an HTML-Dateien auch eigene Vorlagen und Metafiles und Module gemacht werden.

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Gibt es als Nutzer von Gruppendiensten spezielle Punkte, die zu beachten sind?

Wird über die Mediendatenbank eine Webseite mit Bildern oder Contentdateien (DOC, ZIP, PDF) gefüllt, so schreibt Imperia als Quelle für diese externen Daten "/imperia/md/images/.." oder "/imperia/md/content/..".
Die Nutzer von Gruppendiensten können aber nicht (alle) ins Rootverzeichnis "/imperia" des Webservers schreiben. Deshalb muss beim Anlegen der Mediendatenbank in jedem Bereich (images, audio, video und content) ein Unterverzeichnis mit dem Namen des Gruppendienstes angelegt werden. Erst unterhalb dieses Startverzeichnisses kann man sich beliebig fein untergliedert selbst austoben. Durch einfachen Handgriff verlinkt dann der Webmaster einmalig die URL "/imperia/md/images/gruppenname/" (o.ä.) mit dem wirklichen Publikationsverzeichnis der Gruppe.

Ab Version 8.5 liefert das Media Assets Management als Ablösung für die Mediendatenbank Möglichkeiten, die Inhalte und Bilder im eigegen Unterverzeichnis zu lassen. Der o.g. Handgriff ist dann nicht mehr erforderlich.

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Zusätzliche nürtzliche Beschreibungen

Hier finden Sie neben der aktuellen Beschreibung der Flexmodule für das Corporate Design der RUB nebst Menügestaltung auch Informationen zum Schützen von Verzeichnissen, Einrichten von Systemdiensten für halbdynamische Seiten und Hinweise zum One-Click-Edit

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